Ordnungszahl 42
Atomgewicht 95,94
Schmelztemperatur °C 2617
Siedetemperatur °C 4612
Dichte g/cm3 10,2 bei 20 °C
Molybdän ist ein silbrig glänzendes, hochfestes und hartes Metall. Der Name leitet sich vom griechischen Molybos ab, was Blei bedeutete, wegen der häufigen Verwechslung mit der Farbe des Molybdänits, der für Blei oder Graphit gehalten wurde. Die Gewinnung erfolgt größtenteils aus Molybdänit (Molybdändisulfid). Die größten Rohstofflagerstätten und Reserven befinden sich in den USA, in Chile, China und Kanada. Etwa 80 % der Molybdänproduktion werden als Zusatz für Stahl- und Eisenlegierungen verwendet, der Rest für chemische Substanzen, Metalle oder Molybdänlegierungen.
Schon bei den ersten Beobachtungen wurde es mit Blei verwechselt, so dass es im Deutschen oft „Wasserblei“ genannt wird. Die ersten Beschreibungen stammen aus dem Jahr 1754 von Bengt Andersson Qvist. Weitere Beschreibungen lieferte Scheele 1778, der auch den wesentlichen Unterschied zwischen Molybdän und Graphit hervorhob. Das Metall wurde erstmals 1790 von Peter Jacob Hjelm isoliert.
Ramisa Sas liefert Halbzeuge aus Molybdän und seinen wichtigsten Legierungen.
Ringdraht, Draht auf Spulen
Rundstäbe, Vierkantstäbe, Stäbchen, Zylinder
Flachstäbe, Folien, Bänder, Bleche, Platten und Plättchen
Rundrohre, Vierkantrohre, Rohre nach Zeichnung, nahtlose Rohre, geschweißte Rohre, Fittings
Elektroden, Schweißdraht
Verbindungselemente, Schrauben, Bolzen, Muttern, Scheiben
Metallgewebe und -gitter, Teile und Komponenten nach Zeichnung (gedreht oder CAD-gefräst), Schmiedeteile
Molybdänmetall 99,5 % - 99,9 %
Molybdändraht
Molybdändraht 99,95 % in Stangen, Durchm. 1,8 mm und Durchm. 2,7 mm
Molybdänstäbe
Molybdänstäbchen Mo 99,95 % - rund 25 x 250 mm
Molybdän-Flachstäbe
Molybdän-Flachstäbe TZM ASTM B386 geschliffen 20 x 100 x 300 mm
Molybdän-Schmiedeteile
Molybdänfolien
Molybdänbänder
Molybdänbleche
Molybdänrohre
Molybdängitter
Molybdänplatte (TZM 20 x 100 x 300 mm)
Molybdänzylinder
Molybdän-Standardkomponenten (Schrauben, Muttern usw.)
Tiegel
Tauchsieder
Heizelemente
Sinterung
Beschickungssysteme
Wärmeschilde
Elektroden
Schutzrohre für Thermoelemente
Weitere Komponenten nach Kundenzeichnung
Molybdängranulat
Molybdänpulver
Eigenschaften und Anwendungen
Gute Festigkeit und mechanische Stabilität bei Hochtemperaturanwendungen, thermoschockbeständig. Hervorragende chemische Beständigkeit beim Glasschmelzen (außer bei Bleiglas). Reinmolybdän wird zum Beispiel für Heizelemente bei hohen Temperaturen, Abschirmungen, Filamente, Verdampferschiffchen, Raketentriebwerke, Strahlenschutzschirme, Röntgenanoden, Schweißelektroden, Antifriktionsbeschichtungen, Komponenten in der Glasherstellung verwendet.
Zirkonium-Titan-Molybdän
Zirkonium-Titan-Molybdän ist eine Art mikrolegiertes Molybdän mit Titancarbid und Zirkonium. Diese Legierung hat im Vergleich zu Reinmolybdän eine bessere thermische Stabilität bei Temperaturen bis 1400 °C und eine höhere Rekristallisationstemperatur.
Typische Anwendungen: Komponenten für Wärmebehandlungsanlagen, Ofen-Einführsysteme, Heißkanaldüsen, Formen, Schmiedematrizen.
Lanthan-Molybdän
Durch die Zugabe von Lanthanoxid und ein bestimmtes Herstellungsverfahren bildet sich eine langgestreckte Struktur mit feinen, verteilten Partikeln. Diese Struktur hat eine höhere Rekristallisationstemperatur und eine gute Kriechbeständigkeit. Je nach Produktform können Lanthan-Molybdän-Komponenten bis 2000 °C verwendet werden.
Typische Anwendungen: Heizleiter, Beleuchtungsdrähte, Sinterung, Ofenkomponenten.
Werkstoffvarianten und Legierungen
Mo 99,95 % (Typ 360 vakuumerschmolzen)
Mo 99,95 % (Typ 361 aus Pulver)
Mo 99,96 % (Typ 365 vakuumerschmolzen)
TZM Titan-Zirkonium-Molybdän (Typ 363 mit Zusatz Ti, Zr, C vakuumerschmolzen)
TZM Titan-Zirkonium-Molybdän (Typ 364 mit Zusatz Ti, Zr, C aus Pulver)
MoW30 (vakuumerschmolzen Typ 366)
MoLa - Molybdän-Lanthan (mit Lanthanzusatz)
ASTM-Normen
ASTM B387 (Mo und Mo-Legierungen - Stäbe, Drähte)
ASTM B386 (Mo und Mo-Legierungen - Platten, Bleche, Bänder, Folien)
ASTM F289 (Mo-Drähte für elektronische Anwendungen)
ASTM F364 (Mo-Flachstäbe für Elektronenröhren)